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Razumovsky Gesellschaft für Kunst und Kultur

Entstehung und bisherige Entwicklung der Razumovsky-Gesellschaft waren von Jubiläen und Gedenken an historische Ereignisse in und um die Familie Razumovsky geprägt. Dies sollte jedoch nicht den Blick dafür verstellen, dass sich ihr gegenwärtiger Präsident Gregor Razumovsky der extrem progressiven „zweiten“ Tradition seines Hauses sehr verbunden und verpflichtet fühlt. Ein Besinnen auf historische Vorbilder im Geiste eines nicht nur durch-und-durch gesamteuropäischen, sondern darüber hinaus globalen Menschenbildes im Sinne von „liberté, egalité et fraternité“, steht somit nicht im Gegensatz zu den idealen radikaler Aufklärung, sondern verleiht dem Ziel der Gesellschaft, sich auf dem Feld des kulturellen Dialogs zwischen „Ost“ und „West“ zu engagieren, nur noch mehr Gewicht.

Die „Razumovsky-Gesellschaft für Kunst und Kultur“, wurde 2002 von Professor Andreas Razumovsky (1929 – 2002), langjähriger Kunst-, Musik-, und Theaterkritiker sowie Auslandskorrespondent der Frankfurter Allgemeine Zeitung, wenige Tage vor seinem Tod ins Leben gerufen. Als öffentlich institutionalisierte Plattform für Künstler aus allen Teilen Europas gedacht, basiert die Gesellschaft jedoch auf einer Tradition, die im Privatleben der Familie gepflegt und erhalten wurde: eine bald dreihundertjährigen, ungebrochene und beinahe ununterbrochene Tradition der Haus- und Salonkonzerte.

Im Sinne der kulturfördernden Tradition der Familie versteht sich die Razumovsky-Gesellschaft zur Förderung von Musik-, Kunst- und Theaterkultur berufen. Im Osten Europas baut diese ungebrochene Tradition auf den Lomonosov- und Bortnjansky-Förderer Kyrillo Razumovsky (1728-1803), als letzter bis 1764 regierender Hetman der Ukraine, Gründer Musikakademie von Hlukhiv um 1760. Vom letzteren unterstützt, reiste Bortnjansky zum Studium nach Italien, im deutschen Sprachraum allgemein bekannt wurde er jedoch erst einige Generationen später: Bortnjanskys Freimaurerhymne „Wie ruhmreich ist unser Herr in Zion“ wurde als „Ich bete an die Macht der Liebe“ zum integralen Bestandteil des „Großen Zapfenstreichs“. Doch hinterließen die kulturellen Ambitionen der Familie auch im Westen Europas bleibende Spuren: zu nennen wäre der Haydn-Schüler und Beethovenmäzen Fürst Andrei Razumovsky (1752-1836), dem Beethoven nicht nur drei Streichquartette sondern auch die Fünfte und Sechste Symphonie widmete. Aber auch der jüngerer Sohn des Hetmans, der Naturwissenschaftler und politische Querdenker Graf Gregor Razumovsky (1759-1837), dessen Enkel, dem Philanthropen Graf Camillo Razumovsky (1852-1917) und wiederum des letztgenannten Enkel, dem Gründer der Gesellschaft Professor Andreas Razumovsky (1929-2002)

2006 wurde anlässlich des 200-Jahrestag der Beethoven’schen Razumovsky Streichquartette Opus 59 1, 2 & 3 in Leben gerufen.

2010, anläßlich des 250-jährigen Jubiläums der Musikakademie von Hlukhiv, wurde die Razumovsky-Musikakademie Wien gegründet.

Weitere Projekte der Razumovsky Gesellschaft:

Razumovsky Ensemble